Sieger 2012

Preisträger des Jugend-Medien-Wettbewerb 2012

Alle Preisträger auf einen Blick

Multimediapreis

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
1.  „Grundschul-Highlights“   Grundschule Oldendorf unter der Leitung von Antje Broekmans Anders als bei den anderen Beiträgen ging es nicht um die Erarbeitung von Unterrichtsinhalten. Vielmehr standen die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Oldendorf am Ende ihrer Grundschulzeit und hatten die Idee, ein Wiki zu gestalten, das die vergangenen vier Schuljahre Revue passieren lässt – mit allen kleinen und großen Klassenaktivitäten, mit vielen Fotos und eigenen Bemerkungen zu den Ereignissen. So wird für den Leser die ganze Grundschulzeit der Klasse lebendig, und für die Mitglieder der Klasse entsteht eine Chronik dieser Jahre. Und da die Funktion eines Wiki-Buches voll ausgenutzt wurde, kann jedes Mitglied der Klasse sich dieses schöne Erinnerungsstück auf Knopfdruck als komplettes Erinnerungsalbum herunterladen. Eine tolle Idee also, eine schöne Erinnerung an die verlebten Schuljahre und nicht zuletzt auch ein herausragendes Beispiel für produktive Nutzung der technischen Möglichkeiten im Internet.
2. „Lyrische Landschaften“ Klasse 6e (2011/2012), Gymnasium „In der Wüste“, Osnabrück
Franka Lenzing, Lucy Schwarten, Amelie Eylering, Nils Gillenkirch
Was der Jury am drittplatzierten Beitrag gefiel, das gilt ebenso für den Zweitplatzierten: In diesem Wiki geht es ebenfalls um Lyrik und auch hier werden die Gedichte bekannter Autoren mit Selbstverfasstem collagiert. Ergänzt wird das alles – es handelt sich schließlich um ein Schulprojekt – durch Erläuterungen zu Fachbegriffen und lyrischen Figuren. Dass deren Anwendung souverän beherrscht wird, zeigen dann wiederum die selbst verfassten Gedichte. Zu Recht bezeichnen sich die Gruppenmitglieder selbstbewusst als „Verfasser“ und „Dichter“.Was die Jury an diesem Beitrag besonders würdigen möchte, ist die Tatsache, dass in einer eigenen Kategorie auch noch Gedanken zum Projekt formuliert werden, sprich die Arbeit mit dem Medium Wiki von der Gruppe reflektiert wird. Das macht den Erarbeitungsprozess für die Leser nachvollziehbar und verschweigt auch nicht eventuelle kleinere Schwierigkeiten mit der Technik.
3.  „Das Jahr“ Klasse 6e (2011/2012), Gymnasium „In der Wüste“, Osnabrück
Merit Bente, Lucas Viebrandt, Jannick Beckmann, Merlin Hillebrand, Simon Voigt
Und wenn wir gerade von Kreativität gesprochen haben, dann sind wir auch direkt bei unserem ersten Preisträger, der sich mit dem Thema jahreszeitlicher Lyrik beschäftigt. Dabei werden Gedichte bekannter Autoren und selbst geschriebene Lyrik gemischt, mit passendem Bildmaterial unterlegt und zu einem lyrischen Spiegel der Jahreszeiten zusammengetragen. Die technische Umsetzung gelingt routiniert, die Quellen der verwendeten Inhalte sind hinreichend nachgewiesen. Aber besonders beeindruckt hat die Jury, wie hier das Medium Wiki zum Ausleben eigener Kreativität genutzt wird, wie die Schüler gleichsam selbst zu Autoren und Verlegern werden.

Audiopreis

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
1.  „Max und Mimi – eine ungewöhnliche Freundschaft“ Hörspiel-AG Overbergschule Voltlage/ Klasse 3: Jule Hartken, Katharina Bergmann, Alexia Jung, Zoe Egbers, Maja Niehaus, Lara Möller, Nils Beining, Lukas Sall, Jennifer Zilch, Jasmin Hüls, Felix  Wreczychi, Farina Tobergte, Wiebke Ameling, Yannick Grahs, Lehrer: Lurz Dalkowski (+ Victor van Tast)  Ist es nicht eigentlich egal, wer der beste Freund oder die beste Freundin ist? Oder dürfen Eltern, Nachbarn und alle anderen bestimmen, wer das ist? In dieser Geschichte setzen sich die beiden Hauptdarsteller gegen viele Widrigkeiten durch und halten zusammen, obwohl keiner an ihre Freundschaft glaubt, weil sie anders ist. Sehr kreativ und vorausschauend wird ein großes Abenteuer erzählt, das ihre Freundschaft aufs Spiel setzt. Die einzelnen Rollen sind hervorragend gesprochen, wodurch jede einzelne eine eigene Persönlichkeit bekommt. Mit viel Wortwitz, gut eingesetzter Musik und sehr bildlich erzählt, macht es Spaß „Max und Mimi“ zuzuhören.
2.  „Überraschung am Heiligabend“ Robin Blömer, Tim Brörmann, Merle Marotz, Jan Klapper + 19 weitere Sprecher, Lehrerin: Rita Lemper  Es ist Winter, bitterkalt und es schneit so sehr, dass der weit abgelegene Hof komplett von der Außenwelt abgeschnitten zu sein scheint. Doch nach und nach kommen unerwartet immer mehr Menschen dort zusammen. Anhand einer bestehenden Geschichte ist es der Gruppe gelungen, für ihr Hörspiel weitere Rollen zu schaffen, sodass die gesamte Klasse beteiligt werden konnte. Passend zur Einführung neuer Personen wird unterschiedliche Musik eingesetzt. Bezug nimmt die Geschichte auf den Namen der Schule: Sankt Martin, dem Schutzheiligen der Reisenden sowie der Armen und Bettler. Das fertige Hörspiel ist eine runde Sache, die diesen Hintergrundgedanken gut wiedergibt.

Videopreis bis 13 Jahre

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
1.  „I like the Springtime“ Klasse 3a und Video-AG:
Elisabeth Deute, Tom Becke, Theo Schlorb, Lia Rother, Mara Hülsmann, Victoria Ran, Jasmin Rittermeister, Jasmin Schneider, Viola Schneider, Michelle Rieger, Fritz Andra, Maybrit Burgard, Joline Elbert, Tim Luca Tüpker, Sophie Waswas, Amelie Graf, Annemarie Klar, Feline Laubinger, Clara Uhlhorn, Jeremy Syllow –
Lehrerin: Sonja Graf
 Dieser Beitrag ist einfach süß gestaltet und man sieht, mit wie viel Liebe er gemacht ist. Vielleicht kennen einige von euch auch den Song in dem es in dem phantasievoll gestalteten Film geht. Zudem ist der Jury aufgefallen, dass er sehr viel Freude ausstrahlt und die Schüler für eine dritte Klasse in Englisch schon sehr fit sind. Zudem ist der Film mit viel Fantasie animiert und begeistert beim Zuschauen. Somit sind wir von der Jury zu dem Schluss gekommen, dass „I like the Springtime“ den ersten Platz verdient hat.
2.  „Hase früher, Hase heute“   Susanne Caje
(Klassenlehrerin der 6c des Gymnasiums in der Wüste)
 Dieser Beitrag gehört zu dem Projekt „Spot on Hase“, welcher von der Bohnenkamp-Stiftung ins Leben gerufen wurde. Die Schüler lernen hier durch die praktische Filmarbeit sowohl etwas über die Hase als auch über Mediennutzung. Ihr Idee haben die Schüler sehr interessant umgesetzt. Sie haben ihre Recherche super im Film aufgenommen und die Übergänge der Geschichte in schwarz-weiß auf Farbe in die Gegenwart hervorragend dargestellt. Dadurch wirkt der Film „Hase früher, Hase heute“ interessant und kreativ.
3.  „Augenblicke Rosenplatzschule“   Frank Hülsmann,
Paul Leerkamp,
Alyssa Raddatz,
Annique Flick,
Michelle Fast,
Mina Hakimzada
 Dieser Beitrag hat eine persönliche Note und strahlt sehr viel Charisma aus. Die Schüler haben aus eigener Sicht ihre Schule dargestellt. Nicht das Lernen steht im Mittelpunkt des Filmes, sondern die positive Einstellung in ihrer Schule. Somit wird eine sehr emotionale Stimmung vermittelt. Wie in einem Blumenstrauß sind viele Ideen und Aussagen vereinigt worden. Positiv aufgefallen ist der Jury auch die Herangehensweise: Erst zu fragen und dann auszuwerten, um die witzigsten Beiträge zu einem Film zusammenzustellen. Da alles technisch sauber umgesetzt ist und der Film durchaus als Werbespot zu verstehen ist, kam der Jury die Idee, „Augenblicke Rosenplatzschule“ vielleicht als Empfehlung auf die Homepage zu stellen.

Videopreis 14 bis 17 Jahre

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
1.  „24 Hours“ Pablo Guido,
Florian Köster
Nico Steiger
Jan Hermeling
 Hier kam der Jury sofort der Filmklassiker „Berlin – Symphonie einer Großstadt“ in den Kopf und es wurde bemerkt, dass auch der Titel „Kleine Symphonie der Großstadt“ berechtigt gewesen wäre. Denn virtuos werden hier unterschiedliche Blickwinkel auf Berlin gezeigt. Man bemerkt sofort die Leidenschaft, die hinter diesem Film steht. Wenn man sich den Film anschaut, nähert man sich der Hauptstadt sehr sensibel. Auffällig war die technisch sehr exzellente Umsetzung mit tollen Kameraperspektiven und versiertem Umgang mit den verschiedenen Effekten. Deshalb hat „24 Hours – Berlin in Bewegung“ den ersten Platz in der Kategorie 14 – 17 Jahre verdient.
2.  „Linnea in Amerika“ Linnea Pankoke  Auch wenn sich die Jury bei diesem Film nicht ganz einig war, hat er im Endeffekt überzeugt. Denn er ist amüsant für Jung und Alt. Kurzweilig und interessant erzählt er eine persönliche Geschichte, die mit einem Märchen verknüpft wird. Das Ganze ist sehr dynamisch animiert. Außerdem drückt die Jury ganz fest die Daumen und hofft, dass „Linnea in Amerika“ bald Wirklichkeit wird.
3.  „Linie 40“  Jule Richert
Marlena Gundlach
 Obwohl der Jury in diesem Beitrag aufgefallen ist, dass ein bisschen weniger Breakdance auch gereicht hätte, hat er doch überzeugt. Es ist ein virtuos collagierter Beitrag der Berliner Straßenkultur. Man erfährt viel Neues, was einem sonst möglicherweise gar nicht so auffällt, wenn man selbst durch Berlin geht. Im Schnitt und der Gestaltung zeichnet sich die Straßenkunst eindrucksvoll ab und man denkt bei dem Beitrag nur „Hammer, was da so alles passiert!“. Aber seht selbst was in „Linie 40“ alles gezeigt wird.

Videopreis bis 21 Jahre

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
1.  Animation „Die Reise des kleinen Jelly“ Nicole Seifert
Tessa Berlekamp
 Dieser Beitrag hätte durchaus das Zeug dazu, um in der „Sendung mit der Maus“ gezeigt zu werden. Denn der Kurzfilm ist für Kinder gedacht und es ist sehr bemerkenswert, wie gut sich die Macherinnen dieses Films in Kinder hineinversetzen verstehen. Der Film ist sehr originell, unter anderem durch die Pinguine. Zudem ist der Jury positiv aufgefallen, dass der Gummibär im Film bei Regen wächst – eine Beobachtung, die jedes Kind nachvollziehen kann, wenn es ein Gummibärchen beispielsweise in eine Schüssel mit Wasser setzt. Der Film ist kreativ gestaltet und handwerklich gut umgesetzt. Deshalb hat „Die Reise des kleinen Jelly“ den ersten Platz in der Kategorie Trick verdient.
1.  Dokumentation „von millimetern und geraden“ Jonas Hüsges
Justus Rolfes
Daniel Schröder
Benedikt Heitmann
Lena Perkmeyer
Tobias Schomaker
 Dieser Beitrag hat trotz Überlänge absolut überzeugt. Man kann den professionellen Ansatz erkennen, auch wenn die Interviews teilweise etwas lang geraten sind. Positiv aufgefallen ist der Jury, dass sich die Jugendlichen eines doch so komplexen Themas angenommen haben. Der Film findet einen super Einstieg durch die Passantenbefragung. Der Film bekommt eine persönliche Note, die den Zuschauer mit auf den Weg nimmt, da die eigene Recherche mit einbezogen wurde. Zudem überzeugt die ausgesprochen gute farbliche Nacharbeitung. Alles in allem ist der Film sehr stimmig und deshalb fiel die Entscheidung, „Von millimetern und geraden“ den ersten Platz in der Kategorie Dokumentation zu verleihen.

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