Sieger 2011

Preisträger des Jugend-Medien-Wettbewerb 2011

Alle Preisträger auf einen Blick

Multimediapreis

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
1. komazin.deDavid Missal
Paul Thaler
  KOMAZIN ist ein Onlinemagazin für Jugendliche. Das Ziel ist, Magazinbeiträge mit Meinungen von Jugendlichen zu verknüpfen. Jugendliche stehen im Mittelpunkt. Sie bilden sich zu Themen eine Meinung – Komazin bildet die Plattform.
 1. hall of gameJonas M. Hüsges
Christoph Hegge
Jonas Nordheider
HALL OF GAME ist ein nichtkommerzieller Blog zum Thema Gaming. Gestartet wurde das Projekt bereits im Dezember 2009. Im März und April diesen Jahres erschien eine intensive Berichterstattung zur Role Play Convention in Köln, die u.a. exklusive Interviews enthielt. IM August war das Team als offizielle Pressevertreter auf der Games.Com. Die Seite verzeichnet mittlerweile ca. 5.500 Besucher, Tendenz steigend.

Audiopreis

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
3. „Neville Alexander und Südafrika“Klassen 9 und 10 des Ratsgymnasiums Ein souverän aufbereitetes Interview mit Neville Alexander, einem Weggefährten Nelson Mandelas. Dass der Interviewte eine interessante Lebensgeschichte aufzuweisen hat und auch spannend daraus erzählen kann, ist eine gute Vorlage. Allein, dass die Schülerinnen und Schüler selbst die Idee hatten, diese Geschichte zum Gegenstand ihres Beitrages zu machen, verdient schon Würdigung. Der Beitrag selbst nimmt das ergiebige Rohmaterial als Grundlage für eine routiniert collagierte und technisch sauber umgesetzte Radiosendung, die einem die Lebensgeschichte Neville Alexanders ebenso näher bringt wie die politische Situation Südafrikas in Zeiten der Apartheid und heute.
2. „Stroke of Luck – Casus Fortunae“AG Fremdsprachen-wettbewerb des Jahrgang 10 der Ursulaschule Englisch-Lateinisches Hörspiel, das kann eigentlich nicht gut gehen, meint man. Falsch gedacht: Der Beitrag „Stroke of Luck – Casus Fortunae“ überzeugt nicht nur mit vielen witzigen Ideen zur Enthüllungsstory um den Dichter Ovid: Auch mit den zwei verwendeten Fremdsprachen wird souverän jongliert. So wird die seriöse Stimmung eines offiziellen BBC-Beitrages ebenso glaubhaft umgesetzt wie die Verschwörungsgeschichte rund um Politik und Dichterverbannung im alten Rom. Zuletzt gelingt sogar der Bogenschlag zu aktuellen Ereignissen, und ein Anrufer meldet sich im schönsten Mancunian-Dialekt zu Wort. Ein großer Spaß, nicht nur für Altsprachler.
1. „Der Schatz der Stille“Klasse 3a
Grundschule Eversburg

 

 Fantasievoll umgesetzte Geschichte zum Thema Lärm und Stille. Dass bei alledem gerade die verschiedenen Geräusche nicht zu kurz kommen, versteht sich von selbst. Die handwerkliche Qualität der Umsetzung ist umso bemerkenswerter, wenn man das junge Alter der Beteiligten bedenkt.

Videopreis bis 13 Jahre

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
2.  „Kleine und große Katastrophen“ – Michel und Jannes Bludau   Wer täglich Nachrichten sieht, dem werden die Bild dieses Films vertraut vorkommen. Tsunami, Erdbeben, Super-GAU – keine Katastrophe bietet den beiden Filmemachern eine zu große Hürde. Und doch sind es keine realen Abbildungen. Denn im Zentrum des Geschehens stehen Wasser, Sand und Playmobilfiguren. In kleinen Episoden stellen sie die Wirkung von Naturelementen dar und verbinden sie mit einem Spielzeugmikrokosmos.Die Jury empfand es als originelle Ideen mit solch einfachen Mitteln weltbewegende Geschehnisse zu erklären. Sehr phantasievoll wurde das Thema „bewegt“ gleich in mehrfacher Weise berücksichtigt und bringt „Kleine und große Katastrophen“ auf den 2. Platz der Alterskategorie bis 13 Jahre.
2. „Tödliche Produktion“ – Lukas André Suthe   Bücher, Kinofilme, Computerspiele – der Stoff begeisterte bereits Millionen und doch wird er nie langweilig. Schon bei den ersten Titelmelodie wird der Zuschauer erahnen können, welche berühmte Vorlage hier zitiert wird. Und spätestens, wenn dir ersten Bilder erscheinen, beginnt der Krieg der Sterne.Der Film überzeugte die Jury insbesondere durch die technische Versiertheit. Mit viel Liebe zum Detail werden die Krieger in Szene gesetzt. Mit außergewöhnlichen Perspektiven und Tiefenschärfe wird den Legofiguren Leben eingehaucht. Und die digitale Nachbearbeitung, dank derer beispielsweise Lichtschwerter möglich sind, sowie die passend gewählten Soundeffekte  runden „Tödliche Produktion“ ab. So ergibt sich ein weiterer 2. Platz in der Alterskategorie bis 13 Jahre.
1.   „Die Geschichte der heiligen Elisabeth“ – Video-AG der Elisabethschule, Klassen 3 und 4   Mit viel Einfallsreichtum wurde hier animiert. Gezeichnete, ausgeschnittene Figuren bewegen sich über Hintergrundbilder, unterschiedliche Bewegungsabläufe werden ebenfalls in verschiedenen Zeichnungen aufgelöst. Trotz der vielen Darstellungen ist die Hauptfigur immer wieder klar erkennbar – eine starke Leistung. Die Jury überzeugte dieser hohe Aufwand, die Dramaturgie sowie die gut gelesene Geschichte der jungen Filmemacher. Der komplexe Mythos der heiligen Elisabeth ist gut reduziert und verständlich verpackt worden. Daher geht der 1. Preis der Alterskategorie bis 13 Jahre an „Die Geschichte der heiligen Elisabeth“.

Videopreis 14 bis 17 Jahre

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
2. „Der Ganztag der GSS – Ein Film“ – Josha Pankoke „Der Film macht Lust, noch einmal genau dort zur Schule zu gehen!“ So lautete die erste Reaktion der Jury. Die insgesamt mit hoher Professionalität umgesetzte Reportage wirft einen Blick hinter die Kulisse der Besonderheiten eines etwas anderen Schulalltags. Denn da geht es nicht nur um den klassischen Unterricht. In tollen Kameraeinstellungen und schönen Bildern wird statt dessen von Chemie-AG und Co berichtet. Erklärungen liefert ein gut gesprochenes Voice-over. Da alles technisch sauber umgesetzt ist und sich durchaus mit professionellen Beiträgen messen kann, kam der Jury die Idee, „Der Ganztag der GSS – Ein Film“ vielleicht einem lokalen Fernsehsender wie os1.tv anzubieten. Doch zunächst freuen wir uns den Film mit dem 2. Preis der Alterskategorie 14 bis 17 Jahre auszeichnen zu dürfen.
2. „Sponsionem facio“ – Daniel Schulze-Ardey und Klasse 7a des Ratsgymnasiums Das Projekt überzeugt auf allen Ebenen. Der Film ist witzig, fällt durch außergewöhnliche Kostüme auf und bildet einen stimmigen Gesamteindruck. Die Akteure liefern eine tolle schauspielerische Leistung und sprechen sehr natürlich. Besonders ist auch, dass selbst das Publikum nicht eine einheitliche Gruppe bildet, sondern jeder einzelne Charakter, der auf der Tribüne sitzt, ausgefeilt ist. Die Gags funktionieren selbst für Nicht-Lateiner und man sieht den Spaß, der die Produktion angetrieben hat. Der Zuschauer erkennt die Eigenheiten der Originalvorlage, was von einer guten Beobachtungsgabe zeugt.Die Jury prämiert mit dem 1. Preis in der Alterskategorie nicht nur eine super Idee. Sondern dass ein älterer, erfahrenerer Schüler sich jüngeren annimmt, um mit ihnen gemeinsam einen Film zu machen, ist ein toller Ansatz, um Wissen weiterzuvermitteln und hat Beispielcharakter. Daher geht der 1. Preis der Alterskategorie 14 bis 17 Jahre an „Sponsionem facio“.Eine kleine Anregung für die nächste Produktion: Untertitel für ungebildete Nicht-Lateiner…
1. „Attacked“ – Julian Sander, Jule Balke, Carina Hiegeist, Jacob Sommer, Mats Tiemeyer, Eva Lingemann Er hat das Filmbusiness verstanden. Tolle Unterwasseraufnahmen leiten ein. Wie bei professionellen Produktionen werden Orte so zusammengeschnitten, dass sich diese zu neuen Wegen verbinden, um eine Verfolgungsjagd spannend zu gestalten. Die variabel eingesetzte Kamera arbeitet mit den gewählten Einstellungen die Besonderheiten von Szenen noch weiter heraus und bringt Bewegung in die Geschichte. Vor dem Auge des Betrachters entsteht ein künstlerischer Film, der „Attacked“ auf den ersten Platz der Alterskategorie 14 bis 17 Jahre bringt.Der Filmemacher Julian Sander bewegt den Wettbewerb seit Jahren und nun auch erneut die Jury mit seiner neusten Produktion.

Videopreis bis 21 Jahre

Preis Titel Produktionsteam/ Produzent Laudatio
2. „Beruf Industriemechaniker“ – Peter Strakeljahn, Jan-Erik van Raaij, Florian Lischewski, Niklas Plogmann In wenigen Minuten schafft das Team den kompletten Arbeitstag eines Auszubildenden darzustellen. Der Protagonist bewegt sich durch einen beispielhaften Arbeitstag vom Betreten der Firma bis hin zum Feierabend. Man erfährt etwas über seine Aufgaben, Tätigkeiten und sein Arbeitsumfeld. Neben dem informativen Gehalt bleibt auch Zeit für einen Gag zwischendrin. Die lineare Erzählform ergibt eine runde Geschichte und vermittelt einen Einblick, was der „Beruf Industriemechaniker“ heißen kann und bringt dem Film einen 2. Preis in der Alterskategorie 18 bis 21 Jahre.
2. „Beruf Industriemechanikerin“ – Roxane Prinz, Marie Eickholt, Robin Theiling Schon der Titel zeigt eine erste Bewegung, in diesem Fall eine unserer Gesellschaft. Denn die zwei jungen Frauen bewegen sich mit ihrer Ausbildung in einem Berufsfeld, das sonst eine Männerdomäne ist. Motivwahl und gut gewählte Kameraperspektiven setzen den reizvollen Schauplatz gekonnt in Szene. Die Bilder sprechen für sich. Im Kontrast zum lautstarken Inneren der Fertigungshalle, in der man die beiden Protagonistinnen sieht, steht die Idylle draußen, wo das Team die beiden zunächst in Freizeitkluft vorstellt. Insgesamt sehr stimmig wird einem der „Beruf Industriemechanikerin“ näher gebracht und gewinnt damit einen 2. Preis in der Alterskategorie 18 bis 21 Jahre.
1. „Fische“ – Maik Schuster, Moritz Münch Die Bilder haben eine hohe Symbolkraft. Witzig, schnell und griffig bringt der Film das Thema „bewegt“ auf den Punkt. Neben ästhetischen Bildern macht das Zusammenspiel von Bild und Ton den Kurzfilm rund. Doch am besten beschreibt es das Team eigentlich in ihrer Bewerbung selbst: 6 Quadratmeter blaue Plane, viele Seiten bunter Bastelkarton, eine gewagte Kopfüber-Kamerainstallation, 5 Tage Fische legen, über 1200 Bilder. Herzlichen Glückwunsch zum 1. Preis in der Alterskategorie 18 bis 21 Jahre.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.medienzentrum-osnabrueck.de/sieger-2011/