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Arbeitswelten – „Auf dem Lande“

Auf dem Lande

Fotografien aus dem ländlichen Arbeitsleben vor der Jahrhundertwende sind äußerst rar. Nur selten verirrte sich ein Wanderfotograf auf die Felder und wenn, dann meistens zur Erntezeit. Abnehmer für die Fotos waren die größeren Bauern. Heuerleute und Tagelöhner, die den Großteil des Personals auf den Bildern ausmachen, konnten sich eine derartige Ausgabe zumeist nicht leisten.
Auf Abb. 13 ist eine Getreideernteszene aus der Zeit um 1910 zu sehen.

12 Kartoffelernte bei Tischler Meyer in Eppendorf 1912 (Medienzentrum Osnabrück Slg. Beermann, Georgsmarienhütte)

 

13 Getreideernte bei Meyer to Bergte, Gellenbeck, J. F. Dransmann, um 1910, 15,2 x 18 cm (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Meyer to Bergte, Gellenbeck)

Wir befinden uns auf einem Feld des Bauern Meyer to Bergte in Hagen – Gellenbeck. Die Familie des Bauern wurde noch schnell herbeigerufen, bevor der Fotoamateur Dransmann -er arbeitete in Hagen als Küster und Uhrmacher- die Reihe der Schnitter (der Bauer mähte hier voran) und die Garben bindenden Frauen auf die Fotoplatte bannte. Eine alte Notiz auf der Rückseite des Fotos verrät uns, daß der Junge ganz rechts im Bild, 1899 geboren, der Hoferbe und spätere Bürgermeister von Gellenbeck war. Die Ernte mit der Sense war äußerst zeitaufwendig. Im allgemeinen begann man um 6 Uhr morgens mit dem Mähen und blieb bis abends gegen 8 Uhr auf dem Felde.
Franz Rehbein (1867-1909) beschreibt die Arbeit in seinen Erinnerungen (»Das Leben eines Landarbeiters«, erschienen 1911): »Alle diese Arbeiten sind gewiß nicht leicht; man muß seine Knochen ganz gehörig gebrauchen können, wenn man einen guten Tagelohn herausholen will. Wird die Arbeit, was meistens geschieht, in Akkord verrichtet, (…) dann fängt man mit seinen Kollegen schon um zwei Uhr morgens an; in der heißen Tageszeit macht man lieber drei Stunden Mittag, weil (…) auf der Grasfenne infolge der Trockenheit die Sense schlechter schneidet wie am Morgen oder Abend. Aber selbst schon am frühen kühlen Morgen perlt und rinnt einem der Schweiß bald aus allen Poren am Körper herab.
(…) Unter 14 Stunden darf man es in jener Zeit [Ernte] eben nicht tun, sonst wird man überhaupt nicht als vollwertiger Arbeiter angesehen (…). War die Ernte schlecht, gab es meist auch ein Überangebot an Arbeitswilligen, und die Löhne für Hauen und Binden sanken fast bis auf die Hälfte der sonst gewohnten Akkordpreise…«.
Wie schwer auch die Arbeit der Frauen war, führt Abb. 14 vor Augen.

14 Roggenernte bei Bauer Pieper, Astrup um 1903, 8,5 x 10 cm, Glasdiapositiv (Medienzentrum Osnabrück)

Der langstielige Roggen war besonders schwierig aufzunehmen, zu binden und aufzustellen. Den ganzen Tag arbeiteten die Frauen »mit dem Kopf an der Erde«, die Arme »manchesmal rot bis oben hin« (Edmund Ballhaus, Abschied vom alten Dorf, Wiesbaden u. Berlin 1986, S.89). Außer in der Hackezeit im Frühjahr wurden Frauen vor allem bei der Heu-, Getreide- und Kartoffelernte benötigt.
Vor allem mit der Dreschmaschine hielt ab der Jahrhundertmitte die Technisierung Einzug in die Landwirtschaft. Abb. 15 zeigt das früheste bekannte Foto einer Dreschszene aus unserer Region.

15 „Wildemanns Dreschkasten aus Kritenstein (Medienzentrum Osnabrück)
 
16 „Dampfdreschmaschine zu Harpenfeld am 18. August 1874 (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Heimatverein Bad Essen)

Der »Daskkassen« wird von der weißen Rauchfahne aus dem Schornstein der Lokomobile fast verdeckt. Die Dreschmaschinenbesitzer waren meist selbständige Unternehmer, die sich eine eigene Maschine entweder bar oder auf Abzahlung angeschafft hatten. Sie beschäftigten auch die nötigen Kernmannschaften und zogen mit ihrem Ungetüm von Hof zu Hof. »Gedroschen wird im Stundenlohn. Zur Bedienung einer Dampfdreschmaschine sind etwa 25 – 30 Mann erforderlich und zwar für die Lokomobile: ein Heizer und ein Wasserträger, für die Maschine: zwei Einleger, zwei Bandschneider, ein Kaffträger, ein Losbinder, fünf Strohbinder und zwei bis drei Kornträger; der Rest verteilt sich auf die Garbenzuschmeißer, die Strohträger und die Hümpelmannschaften [hümpeln = aufstellen]. Wird mit Selbstbinder oder mechanischem Strohtransporteur gearbeitet, so verringert sich dementsprechend die Zahl der Leute. (…) Was die Dreschkastenarbeit selber betrifft, so ist sie eine der anstrengendsten und aufreibendsten, die man sich denken kann. Stunden, nur Stunden schinden ist hier die Losung. (…) Spätestens um 4 Uhr morgens wird angefangen, nicht selten aber auch schon um 3 Uhr, und dann geht es den lieben langen Tag rastlos fort, mindestens bis 8 Uhr abends; sehr häufig aber wird es 9 und 10 Uhr, öfter sogar 11 und 12 Uhr nachts. Pausen gibt es nur, solange die Essenszeit dauert, einschließlich der Schmierpausen insgesamt höchstens eine Stunde des Tages.« (Rehbein: Leben eines Landarbeiters, S.238f.) Vergessen werden darf auch nicht die Unsicherheit im Umgang mit diesem neuen technischen Ungetüm, die sich vor allem auch in einer hohen Unfallrate äußerte.

Abb. 15 vermittelt über die sonstigen Gruppenaufnahmen hinaus einen lebendigen Eindruck von der Arbeit. Vorn ist die Lokomobile mit dem Heizer und rechts daneben Friedrich Wildemann, der Sohn des Besitzers und in diesem Falle auch des Fotografen, mit der Ölkanne zu sehen. Die Einleger auf der Maschine unterbrechen nicht einmal ihre Arbeit, um in die Kamera zu schauen.
Nicht gar so einschneidend waren die Änderungen in anderen Bereichen bäuerlichen Arbeitens. Hier wurden die Hilfsmittel wesentlich langsamer und in kleineren Schritten entwickelt. Bevor die Zeit des Balkenmähers um die Jahrhundertwende anbrach, rechnete der Bauer im allgemeinen mit einem Mäher für zwei Scheffelsaat (d.i. ein Morgen) und zusätzlichen Hilfskräften, meist Frauen, die das Gras auseinanderschlugen, d.h. zum Trocknen auf der Wiese verteilten. Colon Wilxmann, rechts auf Abb. 17, einer Heuernte im Jahre 1900, mähte selbst nicht mit.

17 „1900. Der erste Grasschnitt bei Colon Wilxmann in Hagen“, J.F. Dransmann, 1900, 17,2 x 23 cm (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Wilxmann, Hagen)

Nach getaner Arbeit wurden alle Beteiligten auf dem Hof mit Kartoffelpfannkuchen beköstigt. Zum alten Brauchtum gehörte es, daß die Bauersfrau bei der Grummet (zweites Heu) auch pünktlich um 11 Uhr mit der »Buddel« auf dem Feld erschien, sonst konnte es passieren, daß die Mäher ihre Arbeit im Grünkohlfeld fortsetzten.
Das Heu wurde auf Leiterwagen geladen und mit einem Balken gesichert eingefahren (Abb. 18).

18 Heuernte in Venne (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Wübbler, Lintorf)

Die Fülle kindlicher Hilfsarbeiten auf dem Lande kulminierte in der Kartoffelernte im Herbst. »Kartoffeln suchen« war eine sehr beliebte Möglichkeit, ein paar Groschen zusätzlich zu verdienen. Auf Abb. 12 sind es allerdings die zahlreichen Kinder des Tischlers David Meier »Zur Spitze« aus Borgloh selbst, die sich in der Kaffeepause vor dem Kartoffelroder versammelt haben.

Dieser Kaffee mußte übrigens nicht unbedingt das sein, was wir heute darunter verstehen. Häufig wurde er aus gebrannten Gerstenkörnern und Cichorien zusammengebraut.
Neben der Feldwirtschaft war und ist in unserer Region die Waldwirtschaft von großer Bedeutung. Vor dem 20. Januar (Fabian und Sebastian) mußten die Brenn- und Nutzholzbestände geschlagen sein, denn danach geht nach alter Bauernregel »der Saft wieder in die Bäume«. Besonderes Aufsehen erregten die Arbeiten, wenn sehr große Bäume gefällt und transportiert wurden. Auf Abb. 19 pausiert ein Schwerlastentransport für die Kamera »uppe Klegge« oberhalb Düsterberg bei Venne.

19 Schwerlast – Holztransport in Venne (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Heimat u. Wandervein Venne)

Bei derartig großen Bäumen mußte die Säge von vier Leuten gezogen werden. Hierzu wurden Stricke an die Sägeenden gebunden. Für das Aufladen mußte auf Frostwetter gewartet werden, damit der Wagen nicht in den Boden einsank. Der Stamm wurde dann mit einer Hebelade auf den auseinandergebauten Holzwagen gehoben. Der 15m – Eichenstamm auf dem Bild wird fünfspännig zur Borgwedder Sägemühle transportiert.
Die Forstarbeiter aus Helle, die sich dem Fotografen 1905 auf Abb. 20 stellen, sind v.l. W.Siltmann, H.Weßling jun., H.Theile, H.Weßling sen., H.Ermeling und G.Holle. Spaten und Pflanzgerät deuten auf die Art ihrer Arbeit hin.

20 Forstarbeiter in Helle, 1905 (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Heimatverein Gehrde)

Die Heuerleute waren pachtvertraglich zur begrenzten oder auch unbegrenzten Mithilfe auf dem Hof des Bauern verpflichtet. Den anderen Teil der Heuer erwirtschafteten sie meist als ländliche Handwerker, Hausgewerbetreibende oder Tagelöhner. Mit dem Wegfall der Saisonarbeitsmöglichkeiten in Holland in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die wirtschaftliche Abhängigkeit der Heuerleute oft noch drückender als die Leibeigenschaft der Bauern. 1848 weigerten sich die Heuerleute in Badbergen mit folgender Begründung, der Bürgerwehr gegen umherstreifende Räuberbanden beizustehen: »Wir haben kein Vaterland, keine Heimat, keinen Grundbesitz, ja, wir sind selbst um die Nutzung der Mark, die wir vor der Teilung hatten, gebracht. Wir haben nichts zu verlieren!« (zit. n. Museumsführer Museumsdorf Cloppenburg, Cloppenburg 1985, S.132) Eine wirtschaftliche Verbesserung ergab sich für die Heuerleute erst im Anschluß an die Auswanderungsbewegung nach Amerika, die kurz vor der Jahrhundertmitte einsetzte. Die Verknappung des Arbeitskräfteangebots und die Entwicklung der deutschen Industrie führten zu einem weiteren Rückgang an Heuerlingsstellen.
Die Heuerlinge des Hüggelhofes (Abb. 21) tragen die Grasnarbe der vor dem Hof liegenden Wiese ab, damit dieses Gelände nach dem Umgraben als Gartenland genutzt werden kann.

21 Arbeitseinsatz der Heuerleute auf dem Hüggelhof vor 1914, 16,9 x 22,2 cm, Albuminabzug (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Jünemann, Hasbergen)

Die abgetragene Grasnarbe wurde als Einstreu für die Ställe gebraucht und dann mit dem Stallmist vermischt als Plaggendünger wieder auf die Felder gebracht. Vor der Einführung des Kunstdüngers in unserer Region um die Jahrhundertwende war die Plaggendüngung die einzige Möglichkeit, in der sog. »Einfeldwirtschaft« den Boden zu bestellen. Die Arbeit des Plaggenschälens auf den eigens hierfür vorgesehenen Flächen war eine der wichtigsten im bäuerlichen Betrieb. Eine Möglichkeit des Nebenerwerbs bildeten im ländlichen Bereich die sog. Hand- und Spanndienste im Auftrage der Gemeinden. Auf Abb. 22 transportieren z.B. Bauern Kalkmergel aus der Gruttkuhle Große Heide in Hagen zu den Straßenbaustellen der Ortschaft.

22 „Mergelgrube in der Großheide (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Beermann, Georgsmarienhütte)

Der Mergel diente außerdem bis nach der Jahrhundertwende zur Verbesserung der Böden.
Auf dem Lande wurden bis ins 20.Jahrhundert hinein die Bekleidungsmaterialien selbst hergestellt. Besonders in der Leinen-Hausindustrie produzierte man häufig nicht nur für den eigenen Gebrauch, sondern verkaufte möglichst große Teile der Produktion, um Bargeld ins Haus zu bekommen. Bevor das Leinen verkauft werden konnte, mußte es auf der Legge zur gesetzlichen Begutachtung vorgelegt werden und bekam hier, wenn es marktfähig war, den Leggestempel. Um diesen Standard zu sichern, entstanden in vielen Orten Weberei-Lehrwerkstätten und Webschulen. Abb. 23 zeigt die damals weit bekannte Webschule von Wilhelm Birkemeyer, Schledehausen, im Jahre 1902.

23 Webschule Wilhelm Birkemeyer, Schledehausen 1902, 8,8 x 13,9 cm (Medienzentrum Osnabrück, Slg.Finke, Schledehausen)

Eine sehr seltene Aufnahme ist die Weberin auf Hof Offers in Pye (Abb. 24).

24 Weberin auf Hof Offers, Pye 1900, 12 x 16,8 cm (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Offers to Pye, Pye)

Dies liegt wohl auch an der schweren Aufnahmesituation, die in diesem Falle zu einem besonders reizvollem Foto geführt hat.
Beim Verkauf des Leinens waren die Bauern und Heuerleute des Osnabrücker Umlandes nicht an einen bestimmten Kaufherrn gebunden. Eine große Auswahl hatten sie allerdings nicht, da es nur eine sehr begrenzte Anzahl von Leinenkaufleuten gab. Ab 1870 sank die in den ländlichen Leggen, aber auch in der Stadtlegge Osnabrück vorgelegte Zahl von Leinenballen mehr und mehr. Die Konkurrenz der Baumwolle und der Maschinen wurde immer deutlicher spürbar. Die Geschichte hatte das hier gezeigte Foto also eigentlich schon überholt. Zwar wurde für den Eigenbedarf und für einen begrenzten Markt (z.B. die Aussteuer) noch weiter produziert. Die Aufhebung der Osnabrücker Legge am 1.April 1902 markiert jedoch den Schlußstein für die große Zeit der Leinenherstellung im Osnabrücker Land.
Dem Tagebuch der Marie Schiering aus Groß – Drehle (Marie – Luise Hopf – Droste, Das bäuerliche Tagebuch. 1873 – 1919) ist zu entnehmen, daß auf den Höfen etwa acht bis zehnmal im Jahr gewaschen wurde. Seife, ca. 6 Pfd. für die »kleine« und ca. 12 Pfd. für die Wäsche, bei der auch das Bettzeug mitgewaschen wurde, scheint jeweils direkt am Tage vorher gegen Naturalien eingetauscht worden zu sein. Diese »große« Wäsche (meist zweimal im Jahr) dauerte »mit 3 Mann gewaschen« etwa eine Woche. Auf Abb. 25 dient der Dissener Bach, der direkt am Wirtschaftsgebäude des Frommenhofes vorbeifließt, als natürliches Spülbecken.

25 Waschtag auf dem Frommenhof, Dissen 1898 (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Heimatverein Dissen)

Das Hausschlachten (Abb. 26) gehörte zu den Höhepunkten im ländlichen Jahresablauf.

26 Hausschlachtung bei Pohlmann in Grothe 1919 (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Heimatverein Gehrde)

Es fand gewöhnlich zwischen November und einschließlich März statt. Geschlachtet wurden hauptsächlich Schweine. Wenn der Hausschlachter, wir sehen ihn auf dem Foto rechts neben dem Schwein, auf den Hof kam, mußte das zum Abbrühen bestimmte Wasser bereits kochen, und für eine »Stärkung« mußte auch gesorgt sein. Sein Ruf hing davon ab, ob er es verstand, eine gute Wurst zu machen. Häufig übernahm die Bäuerin mit einer Heuerfrau oder der Nachbarin diese Aufgabe aber auch selbst.
Die hier zu diesem Thema versammelten Fotografien stammen überwiegend von Fotoamateuren und Dilettanten. Von den Berufsfotografen wurde das ländliche Arbeiten sehr selten (z.B. Abb. 17) oder aber sehr formelhaft und mit dem neugierigen Blick des Städters auf das »urtümliche« und »ach so romantische« Landleben fotografiert. Häufig wurden Gruppen bei der Arbeit abgelichtet. Die Personen blieben anonym, waren für den Fotografen nicht als Individuum von Bedeutung und dienten als Material für Fotoserien, die die Bauern zu glücklichen Naiven inmitten ländlicher Beschaulichkeit stilisierten.
Die Amateurfotografen, die zur realistischen Gegenbewegung um die Jahrhundertwende gehörten, forderten dagegen den »unbefangenen Blick für die Äußerungen des Lebens« zurück, wie ihr Mentor, der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, das kurz vor der Jahrhundertwende formulierte. Ein Teil der hier vorliegenden Fotos stammt aus derartigen Zusammenhängen, die sich auch in dem häufig sehr schlechten Erhaltungszustand der Bilder niederschlagen. Trotzdem darf man nicht vergessen, daß auch diese Bilder Stilisierungen und Inszenierungen von Wirklichkeit sind, wie an der noch verkorkten Flasche bei der Hausschlachtungsszene deutlich sichtbar wird.
Zum Abschluss dieser Abteilung ein Foto, das zwar eigentlich zum Thema gehört, trotzdem jedoch aufgrund der Figurenkonstellation einen eher rätselhaften Eindruck hinterläßt:
In Bersenbrück hatte Kaplan Ridders (vorn links auf Abb. 27) den dortigen Pfarrer zwischen 1910 und 1920 häufig mit seiner Kamera begleitet.

027
 27 „Auf der Wiese“, Ridder, um 1920, 7,4 x 7,4 cm, rechter Teil einer Stereokarte (Medienzentrum Osnabrück, Slg. Bischöfliches Generalvikariat, Diözesanarchiv, Osnabrück)

So wurden Besuche auf den umliegenden Bauernhöfen, Begegnungen auf der Landstraße und auch diese Visite beim Melken „auf der Wiese“ festgehalten- Die starre Aufstellung der Personen für diese Selbstauslöser-Aufnahme sorgte für eine gewisse surreale Stimmung.

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